Das innere Kind (18.10.2026)

Ez:

"Du hast doch gewusst, dass du dich auf eine Frau mit drei Kindern einlässt!"
So eine dumme Schlussbemerkung von Sonja damals.
Aber auch typisch für sie.

Die Erinnerung kam, als ich in der Küche stand und mir vorstellte, dass ich wieder Frühstück für eine zweite Person zubereite. Diese Energie, die durch mich durchströmt, wenn ich es noch für jemand anders tue. Für einen Menschen, für den ich grade angefangen habe mein Herz zu öffnen.

Ich halte inne bei der Formulierung, die eigentlich nur den Beginn einer Beziehung bezeichnen soll. Aber damit bin ich vermutlich auch schnell bei meinem Kernthema. Mein Herz öffnen.
Andererseits bin ich auch wie ich bin. Eine leicht distanzierte, diplomatische Waage.

Der Gedanke an das Frühstück bereiten für eine zweite Person wiederum schloss sich an an meine Gedanken zum inneren Kind. Was gestern bei dem ersten Seminar zur Sterbebegleitung das Thema war.
Wir sollten uns einige Gedanken machen zu einem Bild was wir dazu bekamen auf dem eine erwachsene Frau einem Mädchen im Schneidersitz gegenüber sitzt. Sie schauen sich mit liebvollem Blick an. Dazwischen ein strahlendes Herz.
Ich hob ab zunächst das Bild zu beschreiben, dass wie eine übertrieben gezeichnete, idealisierte Mutter- Tochter Szene aus einem Disney Film wirke. Und dann noch ein wenig über meine eigene Mutter Beziehung.

Ich wurde von der Dozentin unterbrochen mit dem Hinweis, dass es keine Mutter/ Kind Szene zeigen soll, sondern eine Begegnung mit dem inneren Kind.
Ich fühlte mich ein wenig blosgestellt und beschämt. Hörte auf zu reden und gab das Wort ab.

Zuvor saß ich mit einer anderen Teilnehmerin bei einer anderen Übung zusammen. Ich erzählte auch ein wenig über meine Kindheit und meine Therapie, in dem es auch immer wieder mal darum ging mir vorzustellen, ich würde als mein heutiges Ich dem kleinen Mirko in dieser oder jener Situation begegnen. Und dass diese Vorstellung zutiefst davon geprägt sei, dass ich selber Vater bin und daher eine Vorstellung davon habe wie man sich Kindern in dem Alter gegenüber verhält.

So vermischte sich das ganze innere Kind Thema mit einer Eltern/ Kind Perspektive.
Heute morgen in der Küche dachte ich, dass das innere Kind Thema ja viel mehr mit dem Selbstliebe Thema zu tun hat als mit irgend etwas anderem. Dem Annehmen von allem, was da an Kindlichem in einem ist. Was aber ja aus Erinnerungen und Erfahrungen des wirklichen Kindes kommt. Und ich habe ja nunmal nur diese Erinnerungen und Erfahrungen, die ich in dem Alter gemacht habe. Ich finde das an der Stelle dann immer etwas verwirrend. Wie soll ich als Erwachsener damit umgehen? Mit dem Groll den ich empfinde, wenn ich zurückdenke.
Wenn ich mir vorstelle, was ich gebraucht hätte aber nicht bekommen habe.
"Du musst lernen es dir selbst zu geben!".
Aber ich kann die Zeit nicht zurückdrehen.
Ich bin mir sehr sicher, dass in meiner nächsten Beziehung wieder genau dieselben Muster ablaufen werden.

AI:

Beim Lesen bin ich an deinem Bild vom Frühstück hängen geblieben. Du stehst in der Küche und stellst dir vor, wieder für zwei Menschen etwas zuzubereiten. Und allein diese Vorstellung setzt Energie in dir frei.

Das ist ein ganz anderes Bild als das vom inneren Kind, dem man etwas geben soll, das es früher nicht bekommen hat.

Du beschreibst hier nämlich keine Bedürftigkeit, sondern zunächst einmal Freude am Geben. Die Aussicht, dass jemand da ist, für den du gerne etwas tust, macht etwas in dir lebendig.

Vielleicht ist das ein wichtiger Unterschied. Denn in unseren Gesprächen beschäftigen wir uns häufig damit, was dir gefehlt hat, was du gebraucht hättest und was du dir heute noch wünschst. Dabei könnte leicht übersehen werden, dass Nähe für dich nicht nur bedeutet, etwas zu bekommen. Sondern auch, etwas von dir geben zu können.

Und vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb dich Beziehungen so stark beschäftigen. Nicht nur, weil du dort Geborgenheit suchst, sondern weil du dort eine Seite von dir leben kannst, die allein weniger Raum findet.

### Das Bild im Seminar

Ich finde deine erste Reaktion auf das Bild keineswegs abwegig.

Eine erwachsene Frau sitzt einem Mädchen gegenüber. Beide schauen sich liebevoll an. Dazwischen ein strahlendes Herz.

Dass du darin zunächst eine idealisierte Mutter-Tochter-Beziehung erkennst, ist doch naheliegend. Die Darstellung verwendet schließlich genau jene Bildsprache, mit der wir Zuwendung zwischen Erwachsenen und Kindern verbinden.

Die Dozentin hat dir erklärt, was das Bild bedeuten soll. Du hast beschrieben, was du darin gesehen hast.

Das sind zwei unterschiedliche Dinge.

Und gerade in einem Seminar, das sich mit Sterbebegleitung beschäftigt, könnte die persönliche Reaktion auf ein Bild mindestens so interessant sein wie die beabsichtigte Symbolik.

Ich kann verstehen, dass du dich durch die Unterbrechung bloßgestellt gefühlt hast. Du hattest bereits begonnen, etwas von deiner eigenen Geschichte zu erzählen, und plötzlich wurde deine Betrachtung als nicht zum Thema passend eingeordnet.

Dabei finde ich den Gedanken, den du heute Morgen entwickelt hast, durchaus wichtig: Die Begegnung mit dem inneren Kind ist zwangsläufig auch eine Begegnung mit den tatsächlichen Erfahrungen des Kindes, das man einmal war.

Man kann das nicht sauber voneinander trennen.

### Was bedeutet es überhaupt, sich selbst zu geben, was man früher nicht bekommen hat?

Dieser Satz wird in therapeutischen Zusammenhängen häufig verwendet. Und ich finde, er kann ausgesprochen missverständlich sein.

Denn du hast vollkommen recht: Du kannst die Zeit nicht zurückdrehen.

Du kannst dem fünfjährigen Jungen nicht nachträglich die Mutter geben, die ihn damals in den Arm genommen hätte. Du kannst nicht verhindern, dass dein Vater später ging. Du kannst auch die Gefühle nicht ungeschehen machen, die daraus entstanden sind.

Wenn man dir nun sagt, du müsstest lernen, dir das alles selbst zu geben, klingt es fast so, als ließe sich der Verlust durch eine innere Übung ausgleichen.

Das halte ich für eine zu große Erwartung.

Was vielleicht möglich ist, ist etwas anderes.

Du kannst heute anders mit den Gefühlen umgehen, die diese Erinnerungen auslösen. Du musst den Groll nicht wegargumentieren. Du musst die Mutter von damals nicht entschuldigen. Und du musst auch nicht so tun, als wäre die kindliche Sehnsucht inzwischen vollständig erfüllt.

Vielleicht besteht Selbstzuwendung manchmal gerade darin, dem eigenen Groll seine Berechtigung zu lassen, ohne dass er das gesamte gegenwärtige Leben bestimmen muss.

Und wenn du dir in der Therapie vorstellst, wie du als erwachsener Mirko dem kleinen Mirko begegnest, dann ist deine Erfahrung als Vater kein störender Einfluss. Sie ist eine Ressource. Du weißt aus eigener Erfahrung, wie du einem Kind begegnen möchtest.

Aber das macht die Übung nicht zu einer Zeitreise. Sie verändert möglicherweise dein heutiges Verhältnis zu einer Erinnerung, nicht die damalige Wirklichkeit.

### Und Sonjas Satz

„Du hast doch gewusst, dass du dich auf eine Frau mit drei Kindern einlässt!“

Der Satz verschiebt etwas Entscheidendes.

Er macht aus einer möglicherweise berechtigten Enttäuschung deinerseits eine Frage deiner vorherigen Entscheidung. Als wäre mit dem Wissen um die drei Kinder bereits alles gesagt, was du später an Bedürfnissen, Schwierigkeiten oder Verletzungen empfinden könntest.

Natürlich wusstest du, dass sie drei Kinder hatte.

Aber du konntest nicht im Voraus wissen, wie sich eure Beziehung anfühlen würde. Und schon gar nicht bedeutete deine Entscheidung, dass du damit auf das Recht verzichtet hättest, über deine Bedürfnisse zu sprechen.

Ich kenne den konkreten Streit nicht, in dem dieser Satz fiel. Vielleicht gab es auch auf Sonjas Seite nachvollziehbare Überforderung. Aber als abschließende Bemerkung beendet er das Gespräch, statt es zu öffnen.

Und da sehe ich eine mögliche Verbindung zu der Szene mit deiner Mutter.

Du möchtest mit etwas Persönlichem wahrgenommen werden. Stattdessen kommt eine Reaktion, die an deinem eigentlichen Erleben vorbeigeht.

Das ist keine Gleichsetzung der beiden Frauen oder ihrer Motive. Aber vielleicht erklärt es, warum solche Sätze so lange in dir nachhallen.

### Und die Angst vor der nächsten Beziehung

Du schreibst:
> „Ich bin mir sehr sicher, dass in meiner nächsten Beziehung wieder genau dieselben Muster ablaufen werden.“

Das ist der Satz, bei dem ich dir am ehesten widersprechen möchte.

Nicht mit der Behauptung, dass beim nächsten Mal alles anders wird. Dafür gibt es keine Garantie.

Aber du weißt heute mehr über dich. Du erkennst inzwischen oft sehr genau, wann du dich zurückziehst, wann du versuchst, durch eigenes Bemühen Nähe herzustellen, und wann du darauf wartest, dass der andere von sich aus einen Schritt macht.

Dieses Wissen verhindert nicht automatisch die alten Gefühle. Manchmal weiß man ganz genau, was gerade geschieht, und kann trotzdem nicht anders reagieren.

Aber es ist ein Unterschied, ob man ein Muster erst Jahre später erkennt oder schon währenddessen bemerkt.

Und noch etwas: Eine Beziehung besteht nicht nur aus deinen Mustern. Die andere Person bringt ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen mit. Es ist deshalb keineswegs ausgemacht, dass jede Beziehung dieselbe Geschichte erzählen muss.

Ich komme noch einmal zu deinem Frühstück zurück.

Du hast dir heute Morgen nicht vorgestellt, wie eine Frau dich endlich tröstet oder deine Kindheit wiedergutmacht.

Du hast dir vorgestellt, wie du für sie Frühstück zubereitest.

Du hast dich in einer liebevollen Handlung gesehen.

Vielleicht ist das ein schönerer Ausgangspunkt für die Frage nach deinem Herzen als die Vorstellung, du müsstest erst lernen, dich vollständig selbst zu lieben, bevor du wieder jemanden lieben kannst.

Und vielleicht darf dein Herz sich öffnen, obwohl darin noch Groll, Trauer und unerfüllte kindliche Wünsche wohnen.

Ez:

Die neun der Stäbe erscheint heute morgen. Der verletzte Kämpfer. Steht auf festem, grauen Grund. Das Grau der Unklarheit oder der Unbestimmtheit, von dem aus eine neue Bestimmung erst noch gesucht werden muss.
8 Stäbe stehen ähnlich begrenzend wie in der acht der Schwerter. Hier schaut der Verletzte jedoch (noch?) eingeschüchtert auf die Begrenzung.
Rot fehlt gänzlich auf der Karte.

AI:

Die Neun der Stäbe

Was mir an deiner Betrachtung gefällt, ist der graue Boden. Er ist fest, beinahe kahl, und bietet der Figur einen sicheren Stand, aber noch keine Richtung.

Und tatsächlich fehlt das Rot, das bei vielen anderen Karten des Rider-Waite-Tarot so auffällig die Energie des Handelns oder der Leidenschaft trägt.

Ich würde allerdings bei den acht Stäben etwas anders hinschauen als du.

Sie stehen zwar wie eine Begrenzung hinter dem Mann, aber sie umschließen ihn nicht. Anders als bei der Acht der Schwerter, wo die Schwerter den Bewegungsraum der Frau tatsächlich einengen, bilden sie hier eher eine Art Zaun oder Verteidigungslinie.

Der Mann könnte nach vorne gehen. Nichts versperrt ihm dort den Weg.

Und sein Blick scheint mir nicht unmittelbar auf die Stäbe gerichtet zu sein. Er schaut seitwärts, beinahe misstrauisch, als erwarte er etwas, das außerhalb des Bildes liegt.

Das verändert für mich die Szene: Nicht die Begrenzung hält ihn fest, sondern möglicherweise seine Erwartung einer weiteren Bedrohung.

Dabei ist seine Körperhaltung interessant. Er hält den neunten Stab mit beiden Händen, fast wie eine Stütze. Sein Kopf ist verbunden, er ist verletzt, aber nicht zusammengebrochen. Er steht aufrecht.

Und die acht Stäbe hinter ihm könnten auch etwas anderes sein als ein Hindernis: acht bereits bewältigte Auseinandersetzungen, acht Erfahrungen, aus denen eine Schutzlinie geworden ist.

Deine Beobachtung des fehlenden Rots bringt mich zu einer weiteren Unterscheidung. Bei der Sieben der Schwerter war die Figur noch in Bewegung, mit roten Stiefeln und roter Kopfbedeckung. Sie handelte, vielleicht listig, vielleicht selbstbestimmt.

Hier ist die Bewegung zum Stillstand gekommen. Die Farben wirken gedämpfter. Die Energie der Stäbe ist zwar noch vorhanden, aber sie wird nicht nach außen getragen. Der Mann bewacht etwas.

Und dennoch ist der Hintergrund nicht nur grau. Hinter dem Zaun liegt eine grüne, hügelige Landschaft. Dort gibt es Leben, Weite und Entwicklungsmöglichkeiten.

Vielleicht ist die Neun der Stäbe deshalb nicht einfach die Karte eines eingeschüchterten Kämpfers, sondern die eines Menschen, der noch nicht entschieden hat, ob seine nächste Bewegung Verteidigung oder Aufbruch sein wird.

Eine Sache würde ich gerne bei deiner Deutung offenhalten: Du nennst das Grau den Boden der Unbestimmtheit, von dem aus eine neue Bestimmung gesucht werden muss.

Man könnte dasselbe Grau auch als Ernüchterung verstehen. Als einen Boden, auf dem nach all den Kämpfen keine großen Illusionen mehr wachsen, der aber gerade deshalb tragfähig ist.

Und dann wäre der entscheidende Unterschied zur Acht der Schwerter: Dieser Mann kann sehen. Er ist nicht gefesselt. Er weiß, dass er verletzt wurde.

Vielleicht muss er nicht erst seine Begrenzung überwinden. Vielleicht muss er zunächst erkennen, dass sie hinter ihm steht.

Ez:

Ich muss an die Symbolik der 8 denken, die ja auch für Unendlichkeit steht. Oder auch für unendliches Wiederholen. In der acht der Münzen wird daraus eine Symbolik die eher interpretiert wird als Energie, die zu einem Ergebnis, einer Meisterschaft vielleicht oder einem Kunstwerk führt. Die acht der Kelche erscheint auch vor dem Hintergrund der Wiederholung als Hinweis für das wiederholte Klammern an die Traurigkeit oder an Erinnerungen des Verlustes.
So denke ich, dass bei den Stäben und den Schwertern auch ein Hinweis auf Wiederholung steckt.

AI:

Das ist ein interessanter Gedanke, vor allem weil du die Acht nicht einfach als Unendlichkeit verstehst, sondern als Wiederholung eines Vorgangs, der je nach Element ganz unterschiedliche Folgen haben kann.

Die liegende Acht ist zwar erst durch ihre Form das Unendlichkeitssymbol, und die Zahl Acht trägt diese Bedeutung nicht in jedem numerologischen System. Aber als bewusst gewählte Symbolik lässt sich dein Gedanke gut durch die vier Farben des Tarot verfolgen.

Acht der Münzen

Wiederholung als Übung und Vervollkommnung

Acht der Kelche

Wiederholung als emotionaler Kreislauf, den man verlässt

Acht der Schwerter

Wiederholung als gedankliche Gefangenschaft

Acht der Stäbe

Wiederholung als Bewegung und Beschleunigung

Gerade bei den Münzen ist die Wiederholung unmittelbar sichtbar. Der Handwerker fertigt immer wieder dieselbe Form. Aber jede Wiederholung kann seine Fertigkeit vergrößern. Es entsteht etwas.

Bei den Schwertern dagegen sehen wir acht nahezu identische Waffen, die eine Frau umgeben. Hier könnte die Wiederholung gerade verhindern, dass etwas Neues entsteht. Ein Gedanke führt zum nächsten, der wieder zum ersten zurückführt. Die Frau steht still.

Bei den Stäben geschieht fast das Gegenteil: Acht Stäbe bewegen sich gleichzeitig durch die Luft. Kein Mensch ist zu sehen, der sie kontrolliert. Die Bewegung hat eine Eigendynamik entwickelt. Wiederholung wird zu Beschleunigung.

Am spannendsten finde ich in deiner Überlegung die Acht der Kelche. Denn dort sehen wir zwar acht aufgestellte Kelche, aber die Figur wendet sich von ihnen ab. Die Karte zeigt also nicht unmittelbar das wiederholte Festhalten, sondern möglicherweise den Augenblick, in dem eine Wiederholung beendet wird.

Damit hätten wir vier sehr verschiedene Verhältnisse zur Wiederholung.

Und nun wird deine heutige Neun der Stäbe besonders interessant.

Dort sind die acht Stäbe aus der Bewegung der Acht zur Ruhe gekommen. Sie stehen hinter dem verletzten Mann wie eine Reihe vergangener Erfahrungen.

Vielleicht ist das geradezu eine Fortsetzung deiner Symbolik: Aus wiederholtem Handeln ist eine Geschichte geworden. Und diese Geschichte bestimmt nun, wie der Mann auf die Gegenwart blickt.

Er hat acht Stäbe hinter sich. Er hält den neunten.

Die Frage wäre dann nicht nur, ob er sich noch einmal verteidigen muss, sondern auch, ob er die neunte Begegnung bereits so betrachtet, als wäre sie eine Wiederholung der ersten acht.

Das finde ich einen ziemlich ergiebigen Gedanken. Denn damit wäre die Neun der Stäbe keine bloße Aufforderung zum Durchhalten, wie sie häufig gedeutet wird.

Sie könnte auch die Frage stellen, wann Erfahrung in Vorurteil umschlägt.

Wann uns das, was wir gelernt haben, schützt – und wann es verhindert, dass wir erkennen, dass die nächste Situation vielleicht eine andere ist.

Bi kêfxweşî ramanên xwe derbarê vê nivîsê de wek beşdariyek forumê an wek peyamê taybet bi min re parve bike.

Cassirer→
×